Montag, 13. April 2026

Gestrandeter Buckelwal: Bergung durch Rettungsteam "Hope"

Anfang März 2026 hatte sich ein Buckelwal in der Ostsee mehrmals in Netzen verheddert und war vier Mal an verschiedenen Stellen gestrandet. Es gelang nicht, die Netzreste vollständig aus dem Maul zu entfernen. Seit 31. März liegt er vor der Insel Poel in der Kirchsee, auf News5 live rund um die Uhr zu beobachten. 

Das Konzept der privaten Rettungsorganisation "Hope", ihn zu bergen und in Obhut zu nehmen, wurde genehmigt, wie Minister Dr.Backhaus auf der PK vom 15.4. bekanntgab.

https://www.openpr.de/news/1309160/Umfangreiches-Konzept-beim-Ministerium-eingegangen.html 

Von dort aus soll er wieder über die Nordsee in den Atlantik überführt werden. 

Ab 16.6.2026 morgens Freispülen

Donnerstag 17.6. Luftkissen zum pneumatischen Anheben - Pontonsystem mit Plane mit geringer Lärm- und Vibrationsbelastung.

Plane wird von Schlepper gezogen.

Die Verantwortung geht von der Regierung Mecklenburg-Vorpommerns an die Privatinitiative über. 

Das Umweltministerium legte am 11.4.26 ein inhaltlich dünnes Gutachten vor. Untermauert von Prämissen des https://bdmlr.org.uk/statement-stranded-humpback-whale-in-germany und des https://iwc.int/resources/news/iwc-strandings-expert-panel-statement-on-humpback-whale-baltic-sea-germany wurde zuvor fälschlicherweise ein "in Ruhe sterben lassen" des Wals abgeleitet, anstatt trotz Schmerzen einen Transport zu wagen oder sein freischwimmen z.B. per Bagger zu unterstützen. (Personelle Verflechtung: Prof. U.Siebert gehört ITAW und IWC an)

Das Gegengutachten der Organisation "Stranded no more" widerlegte nach wissenschaftlicher Prüfung das offizielle Gutachten des DMM/ITAW-Berichts detailliert in mehreren Punkten und kam zu einem gänzlich anderen Ergebnis. 

https://strandednomore.org/wp-content/uploads/2026/04/SNM_Oeffentliche_Stellungnahme_Antwort_auf_DMM_ITAW_Gutachten_11042026_DE.pdf

https://strandednomore.org/wp-content/uploads/2026/04/SNM_Public_Statement_Response_to_DMM_ITAW_Gutachten_11042026.pdf

https://strandednomore.org/buckli-hopre-timmy-a-juvenile-humpback-in-germany/

Zusammenfassung der wesentlichen Kritikpunkte:

-Fragwürdige Methodik der Ferndiagnose: Keine Blutprobe, weder Biopsie noch Ultraschall, keine Urinanalyse, keine nähere Thermografie, keine mikrobiologischen, virologischen oder Biotoxin-Screenings. Das Gutachten nutzte nicht alle verfügbaren Methoden zur Beurteilung des Zustands des Tieres. 
 
-Das Gutachten folgt nicht den besten verfügbaren evidenzbasierten Praktiken, Protokollen oder Empfehlungen. Fachkundige Quellen wie  
  • Technischer Bericht der Woods Hole Oceanographic Institution WHOI-2024-05
  • NRE Tasmania Cetacean Incident Manual (2022)
  • NOAA-Fallbericht NY4236-1 
werden nicht zu Rate gezogen  
 
-Das Gutachten zeugt von mangelnder Kenntnis der Walanatomie und der Mechanismen der Verstrickung von Buckelwalen. ITAW ist nicht im Einklang mit 
Cassoff, Moore, Werth, Robbins und den Entwirrungsrichtlinien der NOAA/NMFS
 
-Das Gutachten zeugt von Unkenntnis der veröffentlichten zeitgenössischen Rettungsprotokolle wie Thalmann, Gales, Greenwood und Gedamke (2008) und dem Artikel in Marine Mammal Science, NRE Tas 2022, Vol. 2, p. 25 
Aus diesen geht hervor, daß ein wieder schwimmfähig-machen des Wals sehr wohl möglich ist. 
 
-Das Gutachten zeigt begrenzte Kenntnisse über Hautschäden und die Hautheilungsfähigkeit von Walen und Delfinen und zieht Schlussfolgerungen über innere Organe, deren Wirkungsmechanismus nicht dokumentiert ist.

-Lautäußerungen und Atmung wurden nicht thematisiert.
 
-Ein hängender Kiefer wurde nicht beobachtet, stattdessen freie Flossenbewegungen und aktive Kopfbewegungen. Das deutet nicht auf ein sterbendes Tier hin. 
 
-Das Gutachten verweigerte die Hilfeleistung aufgrund fehlerhafter Schlussfolgerungen, begrenzter Kenntnisse und vager Einschätzungen, die nicht hundertprozentig sicher sind, und wurde dann zur Rechtfertigung einer Rechtsgestaltung herangezogen, die den üblichen Sinn des Tierrechts ins Gegenteil verkehrt.
 
-Das Framing des Ministeriums zielt auf Unrettbarkeit ab, obwohl eine Rettung durchaus möglich wäre.  
 
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Zuvor angedachte Techniken (?) zur Rettung des Tiers:


Es wäre technisch einfach gewesen, eine Rinne zu graben, durch die er in die Freiheit schwimmen könnte. Dies hatte im März an anderer Stelle funktioniert, wurde vor Poel jedoch bisher abgelehnt. 

Freibaggern nicht genehmigt:

https://www.welt.de/vermischtes/article69da3720246b3860d502317a/ostsee-mediamarkt-gruender-scheitert-mit-klage-fuer-walrettung-menschen-durchbrechen-absperrung.html 

"Fehlende Antragsbefugnis" - tierfeindliche Gesetzgebung https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/wal-timmy-recht-auf-tier-rettung-eilantraege-abgelehnt-vg-schwerin 

Auftraggeber zieht Antrag zurück - Keine Genehmigung für Huning - keine Freigabe:

https://www.facebook.com/huningunternehmensgruppe/photos/update-zum-laufenden-einsatz-walrettung-in-poel-eine-freigabe-zur-rettung-des-wa/1825517422110110/ 

Katamaran? 

https://www.google.com/search?&q=katamaran+walrettung 

Wikipedia-Artikel:

https://de.wikipedia.org/wiki/Timmy_(Buckelwal) 

Weitere Berichte und Initiativen: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Wale_in_der_Ostsee 

https://www.zdfheute.de/panorama/rettungsversuch-buckelwal-private-initiative-100.html 

https://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/wal-liveblog--aktion-soll-sofort-starten---das-sind-die--retter--37250004.html 

Privatinitiative will Wal retten - Pressekonferenz 15.04.2026, 15:00 Uhr Ort: Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Paulshöher Weg 19061 Schwerin 

Vergleichbare Walrettung in Australien zur selben Zeit funktioniert einwandfrei 

https://www.taskforce-artenschutz.de/publikationen/analyse-zum-fall-buckelwal-timmy

https://www.greenpeace.de/biodiversitaet/meere/meeresschutz/irrwegen

https://www.stiftung-meeresschutz.org/meerestiere/warum-stranden-wale/ 

https://www.theguardian.com/world/2026/apr/13/whale-stranded-in-baltic-beyond-saving 

geretteter Buckelwal 1985 https://en.wikipedia.org/wiki/Humphrey_the_Whale 

fb-Gruppe "Hilfe für Hope" https://www.facebook.com/groups/1641225857126609/ 

https://www.spektrum.de/news/erneuter-rettungsversuch-fuer-buckelwal-timmy-genehmigt/2319762 

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