Anfang März 2026 hatte sich ein Buckelwal in der Ostsee mehrmals in Netzen verheddert und war an verschiedenen Stellen gestrandet. Es gelang nicht, die Netzreste vollständig aus dem Maul zu entfernen. Seit 31. März liegt er vor der Insel Poel in der Kirchsee, auf News5 live rund um die Uhr zu beobachten.
Das Umweltministerium legte am 11.4.26 ein inhaltlich dünnes Gutachten vor. Untermauert von Prämissen des https://bdmlr.org.uk/statement-stranded-humpback-whale-in-germany und des https://iwc.int/resources/news/iwc-strandings-expert-panel-statement-on-humpback-whale-baltic-sea-germany wird fälschlicherweise ein "in Ruhe sterben lassen" des Wals abgeleitet, anstatt trotz Schmerzen einen Transport zu wagen oder sein freischwimmen z.B. per Bagger zu unterstützen.
Das 22seitige Gegengutachten der Organisation "Stranded no more" widerlegt nach wissenschaftlicher Prüfung das offizielle Gutachten des DMM/ITAW-Berichts detailliert in mehreren Punkten und kommt zu einem gänzlich anderen Ergebnis.
https://strandednomore.org/wp-content/uploads/2026/04/SNM_Public_Statement_Response_to_DMM_ITAW_Gutachten_11042026.pdf
https://strandednomore.org/buckli-hopre-timmy-a-juvenile-humpback-in-germany/
Zusammenfassung der wesentlichen Kritikpunkte:
-Fragwürdige Methodik der Ferndiagnose: Keine Blutprobe, weder Biopsie noch Ultraschall, keine Urinanalyse, keine nähere Thermografie, keine mikrobiologischen, virologischen oder Biotoxin-Screenings. Das Gutachten nutzte nicht alle verfügbaren Methoden zur Beurteilung des Zustands des Tieres.
-Das Gutachten folgt nicht den besten verfügbaren evidenzbasierten Praktiken, Protokollen oder Empfehlungen. Fachkundige Quellen wie
- Technischer Bericht der Woods Hole Oceanographic Institution WHOI-2024-05
NRE Tasmania Cetacean Incident Manual (2022)
- NOAA-Fallbericht NY4236-1
werden nicht zu Rate gezogen
-Das Gutachten zeugt von mangelnder Kenntnis der Walanatomie
und der Mechanismen der Verstrickung von Buckelwalen. ITAW ist nicht im Einklang mit Cassoff, Moore, Werth,
Robbins und den Entwirrungsrichtlinien der NOAA/NMFS
Aus diesen geht hervor, daß ein wieder schwimmfähig-machen des Wals sehr wohl möglich ist.
-Das Gutachten zeigt begrenzte Kenntnisse über Hautschäden und die Hautheilungsfähigkeit von Walen und Delfinen und zieht Schlussfolgerungen über innere Organe, deren Wirkungsmechanismus nicht dokumentiert ist.
-Lautäußerungen und Atmung wurden nicht thematisiert.
-Ein hängender Kiefer wurde nicht beobachtet, stattdessen freie Flossenbewegungen und aktive Kopfbewegungen. Das deutet nicht auf ein sterbendes Tier hin.
-Das Gutachten verweigerte die Hilfeleistung aufgrund fehlerhafter
Schlussfolgerungen, begrenzter Kenntnisse und vager Einschätzungen, die
nicht hundertprozentig sicher sind, und wurde dann zur Rechtfertigung einer
Rechtsgestaltung herangezogen, die den üblichen Sinn des Tierrechts ins Gegenteil verkehrt.
-Das Framing des Ministeriums zielt auf Unrettbarkeit ab, obwohl eine Rettung durchaus möglich wäre.
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Eventuell mögliche Techniken (?) zur Rettung des Tiers:
Freibaggern nicht genehmigt
https://www.welt.de/vermischtes/article69da3720246b3860d502317a/ostsee-mediamarkt-gruender-scheitert-mit-klage-fuer-walrettung-menschen-durchbrechen-absperrung.html
Katamaran?
https://www.google.com/search?&q=katamaran+walrettung
Wikipedia-Artikel:
https://de.wikipedia.org/wiki/Timmy_(Buckelwal)
Weitere Recherche:
https://www.taskforce-artenschutz.de/publikationen/analyse-zum-fall-buckelwal-timmy
https://www.greenpeace.de/biodiversitaet/meere/meeresschutz/irrwegen
https://www.stiftung-meeresschutz.org/meerestiere/warum-stranden-wale/
https://www.theguardian.com/world/2026/apr/13/whale-stranded-in-baltic-beyond-saving