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Mittwoch, 17. Juni 2026

Mehr als hunderttausend geschützte und alte Bäume innerhalb von 15 Jahren in München gefällt: Warum?

August 2025 englischer Garten unweit vom Kleinhesseloher See


 

Wurden VerkehrssicherheitEschentriebsterben, Mistel- oder Pilzbefall, Bauvorhaben oder Lichtentzug stellenweise als Vorwände für übertriebenes Fällen benutzt? 

"Hilfreich für Baumgutachter und Baumeigentümer wäre zudem eine Gesetzesänderung wie in Österreich, die die Haftung reduziert und u.a. abhängig vom Standort des Baumes macht. Auch eine Reduktion der Haftung auf Fälle von grober Fahrlässigkeit würde alten Bäumen sehr helfen. Letztendlich sind tragische Ereignisse, bei denen Menschen außerhalb von Wäldern durch herabfallende Äste oder umfallende Bäume zu Schaden kommen, sehr selten." Zitat: https://www.lss.ls.tum.de/toek/forschung-1/urban-ecology/stadtbaeume/

Thami Croeser, Wolfgang W. Weisser, Joe Hurley, Thomas Rötzer, Leila Parhizgar, Qian (Chayn) Sun, Sarah A. Bekessy,
Defining ‘adequate’ tree protection: Meeting urban canopy targets requires careful retention of mature trees, Landscape and Urban Planning, Volume 264, 2025,105484, ISSN 0169-2046, https://doi.org/10.1016/j.landurbplan.2025.105484.

Vorausschauende Baumpflege, Abstützen oder Schnittmaßnahmen könnten das Fällen verhindern. Fällgenehmigungen werden anscheinend zu leichtfertig erteilt. Weit über 100000 Fällungen geschützter Bäume mit über 80 cm (neuerdings 60 cm) Stammumfang im Zeitraum von 2011 bis 2026 in München zeigen, daß Stadtverwaltung, Gartenbaureferat und Privatgrundbesitzer*Innen die lebenswichtige Position der Bäume nicht immer respektieren. Die verhältnismäßig wenigen Pflanzungen können das Fällen auch qualitativ keineswegs wiedergutmachen, wie Baumbilanzen suggerieren sollen. 

Bitte unterschreiben Sie diese Petition:  

https://baumentscheid-muenchen.de/ 

https://www.moloch-muenchen.de/lexikon/baeume-in-der-stadt/ 



im englischen Garten (Nordteil)

englischer Garten Nordteil Nähe alte Heide


Bäume würden weiterwachsen, auch wenn sie innen hohl sind


Isarauen Westseite Nähe Brudermühlbrücke

https://ru.muenchen.de/2025/41/Baureferat-stellt-Baumbilanz-fuer-oeffentliche-Flaechen-vor-117168

Grundlegender Fehler in den Baumbilanzen: Pflanzungen gleichen Fällungen bei weitem nicht aus, die Bilanzen suggerieren aber genau dies.

Eine Publikation des Lehrstuhls für der terrestrische Ökologie belegt, daß explizit alte Bäume einen unersetzbaren Wert für die Stadt haben. Ein wesentlicher Aspekt ist die Kronenabdeckung: https://www.ls.tum.de/ls/presse/aktuelles/nachricht-detail/article/simulation-was-die-faellung-grosser-alter-baeume-fuer-die-zukunft-der-staedte-bedeutet/ Eine Simulation beweist die fatalen Auswirkungen unüberlegter Fällungen: https://www.lss.ls.tum.de/toek/forschung-1/urban-ecology/stadtbaeume/

Ein alter Baum ist ein in langer Zeit gewachsenes Lebewesen, ein lebendiges Ökosystem mit Mikrohabitaten für viele, viele andere Lebewesen: Vögel, Fledermäuse, Eichhörnchen, Wildbienen, Spinnen, Netzflügler, Wanzen, Hautflügler, Thripse, Ameisen, Käfer, Igel, Füchse, Mäuse, Flechten, Pilze, Mikroorganismen, andere Pflanzen usw. 

Bäume regulieren das Klima, spenden Schatten, kühlen die Umgebungsluft, filtern Emissionen, speichern CO2, liefern Sauerstoff, schützen den Boden vor Erosion und speichern Wasser. 

Der Verlust alter Bäume mit weitreichendem Wurzelwerk und zugehörigen Mikrobiotopen läßt sich durch ein paar Pflanzungen kleiner Jungbäume anderer Arten an anderen Orten nicht ersetzen

https://tu-dresden.de/tu-dresden/newsportal/news/400-jungbaeume-sind-ein-alter-baum-dresdner-forstexperte-andreas-roloff-fordert-mehr-achtung-fuer-die-grossen-gehoelze

Eine Akteneinsicht in Baumkontrollberichte des Gartenbaureferats ergab Unstimmigkeiten in Zuständigkeit und Rechtsauffassung bzgl. Verkehrssicherheit, gravierende Lücken sowie Fehler in Beurteilungen und der Anzahl der Fällungen.

Kann es sein, daß das Gartenbaureferat (Abteilung des Baureferats) in Fälllisten falsche Angaben zu Schadbildern gemacht hat? Gar nicht so einfach zu durchschauen, wer konkret für was zuständig ist, je nachdem die zur Lokalbaukommission gehörige Baumschutzbehörde (Referat für Stadtplanung und Bauordnung), die untere Naturschutzbehörde (Abteilung des Referats für Klima- und Umweltschutz, lehnt Zuständigkeit ab, erteilte in der Vergangenheit jedoch Fällgenehmigungen) oder das Gartenbaureferat.

https://ru.muenchen.de/2026/77/Massive-Baumfaellungen-im-Muenchner-Sueden-durch-Baureferat-Hintergruende-123970 

Leider wird "Baurecht vor Baumrecht" angewandt. Diese Praxis ist jedoch juristisch falsch und soll Planungsfehler übertünchen. Sinnvoll geplante Entwürfe könnten sehr wohl bestehende Bäume miteinbeziehen. Das Leitungsrecht von Versorgern rechtfertigt keine Schädigungen an Bäumen. Straßenbauarbeiten könnten Wuchsbedingungen sogar verbessern. Koordinierte Planungsprozesse würden Fällungen verhindern.
Der derzeit massenweise ungenutzte Leerstand erfordert in vielen Fällen gar keinen Neubau, sondern nur Umbaumaßnahmen.

https://ru.muenchen.de/2026/33/Faellung-von-28-geschuetzten-Grossbaeumen-in-Fuerstenried-Rettung-moeglich-122975 

https://www.moloch-muenchen.de/lexikon/untere-naturschutzbehoerde/ 

https://www.wildes-bayern.de/demo-am-mittwoch-kampf-um-muenchner-eggarten/

https://lora924.de/2026/05/06/ist-das-ein-schattenspender-oder-kann-das-weg-wie-es-um-den-baumschutz-in-muenchen-bestellt-ist/ 

https://www.lbv-muenchen.de/wissenswertes/verschiedenes/zu-viele-unnoetige-baumfaellungen-in-muenchen/

Der Fall Lindenschmittstraße 25 beweist, daß Bewohner*Innen gemeinsam mit Bürger*Inneninitiative, Naturschützer*Innen, Bezirksausschuß, engagierten Stadträt*Innen und versierten Jurist*Innen sich sehr wohl gegen Baumfällmaßnahmen wehren können.  

https://lin25.de/blog

https://www.openpetition.de/petition/online/haende-weg-vom-gruenen-hinterhof-in-muenchen-untersendling-lin25-de-2 

https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/anwohner-erfolgreich-gericht-stoppt-luxusneubau-in-muenchner-hinterhof-art-1094180

https://lora924.de/2025/10/03/die-baeume-in-der-lindenschmitstrasse-25-duerfen-einstweilen-nicht-gefaellt-werden/ 

https://www.wildes-bayern.de/muenchen-wildes-bayern-stoppt-baumfaellungen-update/ 

https://muenchner-forum.de/wp-content/uploads/2026/05/Standpunkte_04-05-06_2026_Klimaanpassung.pdf#page=19 

https://lora924.de/2026/04/14/baumfaellungen-in-muenchen-sicherheit-trifft-auf-naturschutz/ 

https://buergerdialog.online/2026/05/26/muenchen-pressenachrichten/sueddeutsche-vom-22-mai-2026-mal-freund-mal-feind-die-muenchner-und-ihre-baeume/


In den Isarauen bei Untergiesing


In den Isarauen bei Untergiesing



Isarauen Untergiesing

am Flaucher
 

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-englischer-garten-baum-umgefallen-esche-pilz-lux.XzDa278WtaXarUP5CrL8WY

https://stadt.muenchen.de/infos/baumschutz-muenchen.html 

https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/stadtviertel/pilzbefall-grosses-eschensterben-in-waldtrudering-art-559775

https://www.tz.de/muenchen/stadt/pilze-machen-isar-baeume-krank-stadt-muss-wieder-faellen-zr-7136334.html

https://www.hallo-muenchen.de/muenchen/muenchenthalkirchen-pilzbefall-hellabrunn-baeume-muessen-gefaellt-werden-13113569.html



https://ru.muenchen.de/2022/236/Kuenstliche-Intelligenz-visualisiert-1-693-614-Baeume-im-Stadtgebiet-104890

https://www.bund-naturschutz.de/natur-und-landschaft/stadt-als-lebensraum/stadtbaeume/faq-baumschutz-fuer-stadtbaeume

https://www.lss.ls.tum.de/toek/forschung-1/urban-ecology/stadtbaeume/ 

https://www.schloesser.bayern.de/deutsch/ueberuns/garten/baum-management.htm

https://www.bund-naturschutz.de/pressemitteilungen/hitze-in-der-stadt-in-bayerns-staedten-werden-hunderttausende-baeume-gefaellt

in der Au (Foto v. 5/2023); innen hohl

Wenn so ein uralter Baum mit würdevoller Ausstrahlung und respektvoll zu begegnendem Wesen innen hohl ist, heißt das nicht, daß er tot, todkrank oder zu fällen ist. Mindestens über Wurzeln, Kambium und Seitentriebe nehmen solche Bäume weiter am Leben der Umgebung teil.


2019


am Isarkanal 2019








2019



sehr alter Baum mitten am Flaucher 2013


Flaucherinsel neben Brücke


Umland (2013)

 

Alte Bäume sind keine simpel verwertbaren biologischen Maschinen, sondern wertvolle und liebenswürdige Lebewesen, denen wir respektvoll und anerkennend, nicht verletzend begegnen sollten.

außerhalb v M

engl.Garten Nordteil

 

Isarkanal Nähe HP8

Was ist eigentlich alt?

Bäume können tausende Jahre alt werden.

https://en.wikipedia.org/wiki/Olive_tree_of_Vouves

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_markanter_und_alter_Baumexemplare_in_Bayern 

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_oldest_trees 

Dienstag, 4. Juni 2024

Nachhaltigkeit von Smartphones: Rohstoffe, Umweltschäden, Arbeitsbedingungen

Vorweg: Das nachhaltigste Benutzer*Innenverhalten ist das Nutzen von Gebraucht-Geräten, ein Reparieren sooft wie möglich, das Nutzen von "refurbished"-Geräten, eine Neuanschaffung so selten wie nötig sowie das Recycling von unbenutzbaren Altgeräten und das Bevorzugen langlebiger Smartphones. Hardware-Upgrades und Reparaturen werden durch Modularität ermöglicht, PostMarketOS kann den Produktlebenszyklus verlängern.

Um die Nachhaltigkeit von Smartphones bewerten zu können, spielt zunächst die umweltfreundliche Rohstoffgewinnung und menschenwürdige Produktionsweise seiner Bauteile die Hauptrolle.

Kunststoffe in Smartphones, variierend je nach Modell

  • Polycarbonat (PC)
  • Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS)
  • Polypropylen (PP)
  • Polyethylen (PE)
  • Thermoplastisches Polyurethan (TPU)
  • Polyamid (PA)
  • Liquid Crystal Polymer (LCP)
  • Polyphenylensulfid (PPS)
  • Polytetrafluorethylen (PTFE)
  • Kombination aus verschiedenen Kunststoffen
  • Biokunststoffe  
  • Recycelte Kunststoffe
 
Quelle: https://www.deutsche-rohstoffagentur.de/DE/Gemeinsames/Produkte/Downloads/Commodity_Top_News/Rohstoffwirtschaft/65_smartphones.pdf

Chemische Elemente, die je nach Bauart in Smartphones enthalten sind:

  • Wasserstoff
  • Lithium
  • Beryllium
  • Kohlenstoff
  • Stickstoff
  • Sauerstoff
  • Fluor
  • Natrium
  • Magnesium
  • Aluminium
  • Silizium
  • Phosphor
  • Schwefel
  • Chlor
  • Kalium
  • Calcium
  • Scandium
  • Titan
  • Vanadium
  • Chrom
  • Mangan
  • Eisen
  • Kobalt
  • Nickel
  • Kupfer
  • Zink
  • Gallium
  • Germanium
  • Arsen
  • Brom
  • Rubidium
  • Strontium
  • Yttrium
  • Zirkonium
  • Niob
  • Molybdän
  • Ruthenium
  • Palladium
  • Silber
  • Cadmium
  • Indium
  • Zinn
  • Antimon
  • Tellur
  • Barium
  • Hafnium
  • Tantal
  • Wolfram
  • Gold
  • Platin
  • Quecksilber
  • Blei
  • Bismut
  • Neodym
     
Quelle: Peter Hermes Furian / fotolia #82673007 aus https://www.bilress.de/media/2023/10/LehrRess_UE_GA-RIKT-H_Oekologische_Rucksack_Handy_Folien_Final_2018-02-06.pdf

Seltene Erden in Smartphones:

  • Dysprosium
  • Neodym
  • Praseodymium
  • Europium
  • Gadolinium
  • Terbium
  • Erbium
  • Thulium
  • Holmium

Mineralien in Smartphones

Im Web dokumentierte Berichte über Arbeitsunfälle, Umweltschäden, Gefahren durch Abbau und Verarbeitung lassen sich hauptsächlich zu folgenden Rohstoffen finden:

  • Quecksilber
  • Cadmium
  • Blei
  • Graphit
  • Lithium
  • Kobalt
  • Gold
  • Wolfram
  • Zinn
  • Beryllium
  • Chrom 
  • seltene Erden

In Smartphones enthaltene Konflikt-Rohstoffe

siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Konfliktrohstoff 

Hier wäre nun eine schwierigere Recherche fällig, welcher Hersteller welche Rohstoffe exakt woher bezieht, wie ernst die seit 1.1.2023 gesetzlich verordnete Einhaltung der Lieferkettensorgfaltspflicht entlang der Fertigungslinien, Produktionsschritte und Handelswege genommen wird, wo Umweltvorschriften und Menschenrechte mißachtet werden, welcher Telekommunikationsgerätehersteller für welches Umweltdesaster verantwortlich ist, wo Ausbeutung und moderne Sklaverei praktiziert werden. Solche Recherchen haben einzelne Organisationen und Blogger*Innen wie z.B. rikedenkt, ebblogsnachhaltig-telefonieren, curiosityguide, zeit--geist oder utopia schon teilweise geleistet, die genauere Dokumentation von Lieferketten wird jedoch durch mangelnde Firmentransparenz erschwert.

Wären Nachhaltigkeit und Ethikrichtlinien Rankingfaktoren, würde vielleicht das Fairphone die Verkaufszahlen dominieren. Das Eco-Rating-System wird bis 5/2024 seltsamerweise von TCL an erster Stelle, dann Fairphone, Telekom und Sony angeführt. Ein möglicher Fehler im Bewertungssystem durch unproportionalen Einfluß des Faktors "Ressourcenschonung" beschäftigt die Community in den Userkommentaren zum teilweise kritischen Artikel von Gamestar. Softwareupdates und Abwärtskompatibilität werden laut Refurbed-CEO via Brutkasten im Punktesystem vernachlässigt. Außerdem beinhaltet Ecorating leider nicht alle relevanten Hersteller. U.a. Samsung, Google und Apple nehmen (6/2024) nicht teil.
 
Wie aus einem neueren Chip-Artikel hervorgeht, begründet Samsung dies mit unterschiedlichen Bewertungskriterien für verschiedene Zeiträume, Apple nennt EPEAT und Energy Star als ausreichend, Google nennt keinen Grund.

Insgesamt erzeugt eine Neuproduktion logischerweise immer eine schlechtere Umweltbilanz als die Verwendung eines gebrauchten Smartphones, auch wenn die Industrie einem suggerieren will, stets die neusten Betriebssysteme, Updates und Hardware zu nutzen, was bei älteren Modellen ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr funktioniert. Beschleunigte Innovationszyklen nötigen Konsument*Innen zu übertrieben häufigen Neukäufen, dieser Sachzwang wird durch psychische Obszoleszenz begünstigt. 
 
Betriebssysteme wie PostMarketOS oder andere spezielle Linux Distributionen wie z.B. LineageOS, /e/OS, Replicant, CalyxOS mit zugehörigen Custom-ROMS's sorgen dafür, daß Mobilgeräte länger nutzbar bleiben als vom Hersteller vorgesehen, wenn die Installation die User*Innen technisch nicht überfordert. 
 
Das Recycling kommt der unproportional rasant wachsenden Menge an Altgeräten nicht hinterher, wie der E-Waste-Monitor der UN belegt. "Schubladen-Handys" würden theoretisch das Material für 10 Jahre Neuproduktion enthalten.
 
Die aktuelle Eco-Rating-Methodik ist immerhin gut dokumentiert
"Die in der Methodik berücksichtigten Informationen beziehen sich auf den gesamten Lebenszyklus des Mobilfunkgeräts; von der Gewinnung der Rohstoffe, über Produktion und Verpackung, den Transport, den Gebrauch bis zur Entsorgung und dem Recycling. Außerdem berücksichtigt sie Aspekte wie Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Recycelfähigkeit. Entwickelt und optimiert wurde die Methodik aufbauend auf bewährten Methoden früherer Umweltkennzeichnungssysteme, relevanter Standards und Richtlinien. So wurden EU-Richtlinien (z. B. Product Environmental Footprint Category Rules Guidance), ITU-T-, ETSI- und ISO-Normen als Basis verwendet."
 
Es gibt anscheinend noch kein global durchgängig anerkanntes Labeling.
Die Metrik der Normen von Klimabilanzen mit Kenngrößen für Umweltfolgen als offizieller Nachweis nachhaltiger Umweltstandards im Supply Chain Management und -Monitoring existiert zwar, wird jedoch nicht konsequent genug umgesetzt. Bestehende Umweltmanagementsysteme wie das Eco-Management and Audit Scheme EMAS und die internationalen Normen  ISO_14001 , 14002-14009, 14031, 14040, 14053, ISO_26000 , ISO 50001 oder ISO_45001 sind momentan eher Leitlinien und Umweltprüfungen auf freiwilliger Basis als bindende Vorschriften, auch wenn CSRD eine Berichtspflicht beinhaltet. Die Zertifizierung von Arbeitsbedingungen und naturzerstörerischen Emissionen nach Kriterien der SDG's in einem weltweit gültigen Ratingsystem für eine allgemeingültige Nachhaltigkeits-Klassifizierung ist vorhanden, wirkt sich gemessen am Fortschreiten von Klimawandel, Artensterben, Waldsterben oder Schadstoffemissionen jedoch viel zu langsam aus. Die unterschiedlichen Siegel und Indices werden nicht bei jedem Smartphone angewandt und verschieden hoch eingestuft. Das EcoRating-Prinzip ist sinnvoll konzipiert, sollte dann aber auch von allen Herstellern akzeptiert werden. TCO und andere Labels und Siegel wie z.B. der blaue Engel, das Nordic Ecolabel oder EPEAT decken nur einen Teil der zu erfassenden Märkte ab. Der in der EU ab 2027 verpflichtende digitale Produktpaß DPP verdichtet relevante ESG-Parameter und schafft Transparenz. 
 
 
Laut ESG-Voices im Jahr 2023 relevanteste ESG-Bewertungsagenturen:
  • Dun & Bradstreet
  • Sustainalytics
  • MSCI
  • Refinitiv 
  • RepRisk
  • Bloomberg
  • FTSE Russell
  • ISS (Institutional Shareholder Services)
  • S&P
  • CDP
  • Moody’s       
 
Auf die Kaufentscheidung hatten bisher technische Leistung und Preis einen viel größeren Einfluss als Nachhaltigkeits-Indikatoren

https://unric.org/de/17ziele/

 
All diese Standards und Normen dürfen nicht durch Greenwashing korrumpierbar sein. ISO/IEC 17029 setzt einen Standard für Validierungen und Verifizierungen von Unternehmensaussagen, so daß diese unabhängig und neutral geprüft werden.
 
Hier ein Vergleich von, insoweit verfügbar, Umweltbilanzen, CSR, Nachweisen der Lieferkettensorgfaltspflicht, Transparenzberichten und Nachhaltigkeitsindizes der verschiedenen Hersteller in ihren eigenen Worten und von außerhalb.
 
 

Pinephone

 

Nothing Phone

 

Carbonmobile

 
 

Light Phone

 
 

Volla Phone

 
 
 

Crosscall

 
 

Motorola/Lenovo

https://guide.ethical.org.au/company/?company=5914
https://www.sustainalytics.com/esg-rating/apple-inc/1007903183 


Sony/Xperia


Huawei

https://www.business-humanrights.org/en/companies/huawei-technologies/

ZTE 

 
 

T Phone/REVVL/Wingtech


Purism

Transsion

 

Reeder

 

Mara Phones (Produktion eingestellt)

https://wirtschaftinafrika.de/mara-phone-afrika/



Weitere ökonomische Instrumente und Rahmenvereinbarungen im Nachhaltigkeitsmanagement:

 

Die Verordnung (EU) 2023/1670 der EU Kommission vom 16. Juni 2023 zur Festlegung von Ökodesign-Anforderungen an Smartphones bezieht sich im wesentlichen auf Widerstandsfähigkeit gegen versehentliches Fallenlassen oder Kratzer, Schutz vor Staub und Wasser, Haltbarkeit von Batterien, Demontage und Reparatur, Betriebssystem-Upgrades und diskriminierungsfreien Zugang.
Jedoch müssen ab 20.6.2025 zumindest enthaltene kritische Rohstoffe offengelegt werden, z.B. Kobalt in der Batterie, Tantal in den Kondensatoren, Neodym in Lautsprechern oder Vibrationsmotoren, Gold in allen Komponenten.

 
Quelle: Studie der EU-Liste der kritischen Rohstoffe
(2020) https://rmis.jrc.ec.europa.eu/uploads/CRM_2020_Report_Final.pdf


Weiterführende Quellen:

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 

 
 
 


 
 
 
 

 
 



 
 









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